Eine Hausaufgabe aus der Sach- und Fachliteratur

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Eine Hausaufgabe aus der Sach- und Fachliteratur

Beitragvon Ulli » 8. Okt 2010, 23:55

Hallo zusammen,

ich habe nun die Große Schule des Schreibens hinter mir. Das heißt, meine letzte Einsendeaufgabe befindet sich auf dem Weg nach Hamburg.

Viellecht interessiert es Euch ja, auch mal einen Text aus der Sach- und Fachliteratur zu lesen. Die Aufgabe bestand darin, einen Fachartikel für eine populärwissenschaftliche Zeitschrift zu schreiben. Da ich mich sehr für gesunde Ernährung interessiere und dort allem prinzipiell offen gegenüber stehe, habe ich auch aus diesem Gebiet ein Thema für meinen Fachartikel ausgesucht. Der Platz war natürlich auch hier wieder sehr begrenzt. Man könnte sich zu jedem Thema sicherlich viel mehr auslassen. Aber ich hoffe, ich habe das Wichtigste, was ich aussagen wollte im Text untergebracht.

Nun viel Spaß beim Lesen über "Grüne Smoothies"

Grüne Smoothies – Power für den Tag

Smoothies sind Mixgetränke aus ganzen pürierten Früchten. Grüne Smoothies sind grün, weil in ihnen nicht nur Früchte sondern auch grüne Blattgemüse, Salate, Kräuter und Wildpflanzen püriert wurden.
Grüne Blätter sind zusammen mit den Früchten die von der Natur für den Menschen vorgesehene hauptsächliche Nahrung. Roh verzehrt sind sie randvoll mit allen lebenswichtigen Vitalstoffen, die unser Organismus zum Leben benötigt. Zusammen mit Früchten püriert ergeben sie ein geschmackvolles und vitalisierendes Getränk, das den perfekten Start in den Tag für die ganze Familie darstellt. Probieren Sie es aus. Ihre Kinder werden es lieben.


Gibt es sie wirklich, die Ernährung, die uns vor Krankheiten schützen kann? Unsere Nahrung ist heute so erforscht wie nie und doch steigen die Erkrankungen, die auf mangelnde Ernährung zurückzuführen sind, rasant an. Niemals zuvor gab es so viele übergewichtige Kinder wie heute. Herzinfarkt- und Rheumapatienten werden immer jünger? Warum ist das so, obwohl das Wissen über die Bestandteile der Nahrung und ihre Wirkung auf den Organismus bestens bekannt sind? Haben wir da etwas Entscheidendes übersehen?
Wir werden versuchen etwas Licht in diesen dunklen Dschungel zu bringen.

Schimpansen – des Menschen naheste Verwandte

Dabei ist Dschungel schon ein gutes Stichwort. Wussten Sie, dass Schimpansen zu 99,4% genetisch mit dem Menschen übereinstimmen? Man könnte sogar von einer der Zivilisation ähnlichen Lebensweise unter diesen Primaten sprechen. Schimpansen, wenn sie in freier Wildbahn aufwachsen, kennen die unter den Menschen verbreiteten Krankheiten nicht, obwohl sie uns so ähnlich sind. Soll das tatsächlich an diesen 0,6 Prozent liegen? Selbst Wissenschaftler machen sich diesen Umstand zu nutze. Für ihre Versuche fristen diese Tiere in den Laboren der Welt ein unwürdiges und oft qualvolles Leben.
Völlig zu Recht hatte sich da eine mutige Frau namens Victoria Boutenko gefragt: Was machen Schimpansen anders als wir? Warum lernen wir nicht von ihnen?
Offensichtlich sind sie gegen unsere zivilisatorisch verursachten Krankheiten völlig immun.

Mangelerscheinungen trotz Rohkost

Victoria Boutenko war, auf der Suche nach einem natürlichen Heilmittel für die Krankheiten, an denen sie und ihre Familienmitglieder litten, bei dieser Frage angekommen. Sie und ihre Familie ernährten sich bereits seit sieben Jahren ausschließlich von Rohkost. Sie hatten es zwar geschafft, ihre Krankheiten zu heilen, merkten jedoch, dass ihnen immer noch was fehlte. Irgendetwas musste Victoria bei ihrer Suche übersehen haben. Über die Familie senkte sich eine lethargische Stimmung. Unbekannte Heißhungerattacken auf der einen und Völlegefühl nach einer Rohkostmahlzeit auf der anderen Seite machte die Familie unsicher, ob sie sich noch auf dem richtigen Weg befanden. Victoria wusste, dass es erste Anzeichen von Mangelerscheinungen waren. Es kam jedoch nicht in Frage, die Rohkost wieder aufzugeben, denn sie hatte ihre Krankheiten geheilt.

Schimpansen essen Früchte und grüne Blätter

Zu dieser Zeit erfuhr sie von der genetischen Ähnlichkeit zwischen Schimpansen und Menschen. Sie begann der Sache auf den Grund zu gehen.
Bei Ihren Beobachtungen stellte sie fest, dass sich Schimpansen fast ausschließlich von Früchten und grünen Blättern ernähren. Nur selten verspeisen sie Insekten oder kleine Tiere. Ganz gemächlich kauen die Schimpansen stundenlang auf den Blättern der Bäume herum. Victoria beobachtete sogar, dass die Schimpansen die Früchte in die grünen Blätter einwickelten und diese wie ein „Sandwich“ verzehrten.
Wie schon so oft in ihrer Karriere als Rohköstlerin hatte sie zuerst den Gedanken, dass es so einfach ja nicht sein kann. Aber es machte sie doch nachdenklich, denn ihr wurde bewusst, dass ihre Familie nie gerne grünes Blattgemüse gegessen hatte. Diese Farbe fehlte fast gänzlich in ihrem Speiseplan. Mal ein Salatblatt mehr ging nicht. Es schmeckte einfach nicht.

Grünes Blattgemüse – Vitalstoffbomben der Natur

Ihre Forschungen ergaben nun, dass der Anteil an lebensnotwendigen Vitalstoffen, wie Vitaminen, essentiellen Aminosäuren und Spurenelementen in grünen Blättern enorm hoch ist. Beispielsweise enthalten die Blätter der roten Beete 192-mal mehr Vitamin A als die wegen ihres hohen Vitamin A Gehaltes oft angepriesene Knolle. Ähnlich verhielt es sich bei anderen Gemüsearten.
Ihr Speiseplan musste geändert werden. Grünes Gemüse gehörte auf den Tisch. Die Frage war nur, wie?

Victoria mixt den ersten grünen Smoothie

Entschlossen, auch dieses Problem zu lösen, kaufte sich Victoria eine große Portion Schwarzkohl. Pflanzen haben sehr widerstandsfähige Zellwände. Sie müssen ordentlich gekaut werden, um diese aufzubrechen und für den menschlichen Organismus nutzbar zu machen, denn die Verdauung beginnt im Mund. Der moderne an Zeitmangel leidende Mensch hätte jetzt ein Problem. Die Ruhe und Muße, die sich Schimpansen für ihre Ernährung nehmen, ist dem modernen Menschen völlig abhanden gekommen. Alles muss schnell gehen und wenn ein Gourmet sich die Zeit zum Essen nimmt, dann muss es den Gaumen kitzeln. Einfach nur grüne bittere Blätter kauen käme da nicht in Frage.
Das brachte Victoria auf die Idee, den Kohl zu pürieren.
Sie verwandelte den Schwarzkohl in einen grünen Brei. Als sie ihn sodann probieren wollte, kam ihr so ein penetranter Kohlgeruch entgegen, dass sie den Deckel des Mixers schnell wieder schloss. Verzweifelt suchte sie nach einer Lösung, den Geschmack zu verbessern. Ihr Blick fiel auf die Bananen in der Obstschale. Schnell waren drei Bananen im Mixer verschwunden. Skeptisch öffnete sie wieder den Deckel und wie durch ein Wunder war der Kohlgeruch verschwunden. Vorsichtig probierte Victoria ihren ersten grünen Smoothie. Er schmeckte so lecker, dass sie innerhalb kürzester Zeit ein ganzes Pfund Schwarzkohl verspeist hatte. Dieses Ergebnis begeistere sie so, dass sie nun täglich mindestens einen Liter dieses grünen Powertranks zu sich nahm. Ihre merkwürdigen Beschwerden, das Völlegefühl und ihre unerklärlichen Heißhungerattacken hörten auf. Sie hatte gefunden, wonach sie suchte.
Der grüne Smoothie war geboren. Mit der Zeit erfand sie immer neue Rezepte und Mischungen und begeisterte damit auch ihre Familie. Im Grunde eignet sich jedes Obst und jedes Blattgemüse für die Zubereitung. Allerdings sollte man hier auf qualitativ hochwertige biologisch angebaute Früchte und Gemüse zurückgreifen. Selbstgesammelte Wildkräuter wie Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere und Brennnessel bereichern den Speiseplan. Auch haben sie einen großen Vorteil gegenüber den hoch gezüchteten Pflanzen. Ihr Gehalt an Vitalstoffen ist erheblich höher. Die für den menschlichen Organismus so wichtigen und überaus gesunden Bitterstoffe sind noch nicht weggezüchtet worden. Es lohnt sich also, auf dem nächsten Waldspaziergang ein kleines Messer und einen Korb mitzunehmen. Aber bedenken Sie, sammeln Sie nur Pflanzen, die Sie auch wirklich kennen. Es könnte sich leicht eine giftige Pflanze in Ihren Smoothie verirren.
Werfen Sie in Zukunft die Blätter der Karotten, Radieschen, roten Beete oder des Kohlrabis nicht einfach achtlos in den Müll. Bereiten Sie sich daraus einen grünen Smoothie und erfahren Sie die vitalisierende Wirkung dieses Powergetränks.

Quellenangaben:

1. Victoria Boutenko, Green for life, Hans-Nitsch-Verlag, März 2009
2. Victoria Boutenko, Grüne Smoothies, Hans-Nietsch-Verlag, März 2010
3. Victoria Boutenko, Die Vitalrohvolution, Omega Verlag, Aachen März 2010
4. Kristina Peter, Grüne Smoothies, Mehr wissen – besser leben, Seite 5 bis 16, Sabine Hinz Verlag, Heft 16/2010
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Re: Eine Hausaufgabe aus der Sach- und Fachliteratur

Beitragvon SandraG » 10. Okt 2010, 22:00

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, was die Schimpansen mit der gesunden Ernährung zu tun haben und würde das daher niemals in einen Artikel packen! Aber vielleicht hab ich ja auch nur was falsch verstanden :totlach: .

LG Sandra
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Re: Eine Hausaufgabe aus der Sach- und Fachliteratur

Beitragvon Ulli » 11. Okt 2010, 22:11

Hallo Sandra,

ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob du das ernst gemeint hast. Wenn ja, hab ich wohl nicht genau genug rüber gebracht, was ich aussagen wollte.

Das was mit den Schimpansen und deren Ernährung gemeint ist, ist, dass wir Menschen uns nicht ihrer bedienen sollten, um unnütze Medikamente an ihnen zu testen. Vielmehr sollten wir uns lieber fragen, warum sie nicht krank werden, wie übrigens alle wild lebenden Tiere, wir aber doch. Da müssen wir doch irgend etwas falsch machen.

Schimpansen sind uns genetisch so ähnlich wie kein anderes Tier. Ihr und unser Verdauungssystem stimmen weitgehend überein. Da ist es doch naheliegend, dass man vielleicht die "Experimente" mal anders herum machen und ihre Ernährung am Menschen testen sollte. Nämlich mindestens 50 % Früchte und 40 % grünes Blattgemüse zu verzehren und zwar roh. Das hat Victoria Boutenko gemacht mit dem größten Erfolg und darüber wollte ich berichten.

Ich selbst habe auch schon eine Reihe positiver Veränderungen an mir bemerkt, seit dem ich den grünen Smoothie trinke.

Es bleibt natürlich jedem freigestellt, es zu probieren, daran zu glauben oder was auch immer.

Es war ja nur eine Hausaufgabe.

Viele Grüße

Ulrike
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