mit ihm

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mit ihm

Beitragvon gundula » 5. Apr 2010, 16:39

mit ihm

kleines weiss
hauchzart
fein
in meine hände
schwebt

langsam
mein denken
wird
von kleinem weiss
berührt

aus dem nichts
zu mir
es fand
dunklen gedanken
helles
zu schenken

letztes lächeln
meine augen
sprechen

leichter windhauch
kleines weiss
entführt

mit ihm
seele
entschwebt
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Re: mit ihm

Beitragvon snowy » 5. Apr 2010, 17:35

Was für ein schönes Gedicht! :)
Schreiben ist ein Spiel,mein Lieblingsspiel!
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Re: mit ihm

Beitragvon Aericura » 17. Apr 2010, 13:30

Dein Gedicht gefällt mir gut (alles Andere hätte ich dir auch übel genommen, da das kleine Weiß ja von mir geliehen ist ;)).

Die letzte Strophe klingt allerdings etwas unvollständig.
Außerdem regt das Versmaß zum "Leiern" an.

Sehr gut gefällt mir allerdings die Ausdruckskraft, die du den Augen verleihst. "... meine Augen sprechen". es heißt nicht umsonst "Ein Blick sagt mehr als tausend Worte", trotzdem werden die Augen (meiner Meinung nach) viel zu selten "gefragt". Allerdings habe ich sowieso eine Schwäche für Augen, insofern können die für mich nie genug einbezogen werden. ;)

Insgesamt vielleicht nicht das stärkste Gedicht, das ich je gelesen habe, aber definitiv eines der besseren. ;)
„... dieses weiße Papier, das kein Ende nehmen will, brennt einem die Augen aus und darum schreibt man.“
(Franz Kafka, Brief an Milena Jesenská vom 31. Mai 1920)
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Re: mit ihm

Beitragvon gundula » 17. Apr 2010, 18:27

hin und wieder "passiert" die versform ganz einfach ;)

das gedicht führt von anfang an zum schluss hin. das für dich unvollständige ende bedeutet für mich viel raum zum nachspüren. wahrscheinlich auch, weil ich ein ganz bestimmtes bild in mir hab, es zu diesem text geboren hab.

im versuch, den text "nicht mit meinen augen" zu lesen, gebe ich dir schon recht.

danke für die blumen :)

lg
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