Infektion – von Ben Tripp


Infektion – von Ben Tripp

Beitragvon Lost Empathy » 12. Mai 2012, 15:18

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Titel: Infektion
Autor: Ben Tripp
VÖ: 2011
Einband: Taschenbuch
Genre: Horror/Endzeitroman
Verlag: Heyne
ISBN-13: 978-3453528918


Autor
Ben Tripp hat sich in den USA bereits als Künstler und Designer einen Namen gemacht, der über zwei Jahrzehnte mit den größten Filmproduktionsfirmen des Landes zusammenarbeitete, bevor er mit Infektion seinen ersten Roman veröffentlichte. der autor lebt zusammen mit seiner Frau in Kalifornien.

Kurzinhalt
Das Ende der Welt könnte blutig werden
Forest Peak, eine beschauliche Kleinstadt in der Nähe von L. A.: Mit dem Chaos am Nationalfeiertag und dem Verschwinden ihrer kleinen Schwester hat Sheriff Danielle Adelman eigentlich schon mehr als genug zu tun. Doch dann wird ihre Heimatstadt von einer Horde panischer Flüchtlinge überrannt, die an einer mysteriösen Krankheit leiden. Schnell erkennt Danielle, dass die Seuche nicht nur für die Bevölkerung von Forest Peak eine Bedrohung darstellt, doch als sie das ganze Ausmaß der Gefahr begreift, ist es schon fast zu spät: Die Apokalypse hat bereits begonnen …

Wenn man den Roman „Infektion“ in der Hand hält, wird man folgendes feststellen: Es hat ein einprägsames Coverbild und es ist 600 Seiten schwer. Aber genau diese 600 Seiten haben es in sich, wie sich bald herausstellen soll, aber bis es so weit ist, muss sich der Leser erst durch eine 50 Seiten lange Buchstabenkolonne lesen, ehe er mit den Hauptfiguren warm wird. Danach geht es aber auch dann los. Im Buch handelt es sich, wie im Klappentext zu lesen ist, um den Weltuntergang der durch einen unbekannten Virus ausgelöst wird. Panik, Chaos und Tod findet sich überall – das schlimme daran ist: Die am Virus gestorbenen Menschen werden wieder Lebendig und ernähren sich von den Lebenden. Wenn man nun denkt „Ach Zombies – die sind langsam und dumm, wie in anderen Zombieromanen“, dann wird man enttäuscht werden, denn die Zombies in diesem Roman hier entwickeln sich weiter und entwickeln so etwas wie Intelligenz und Gleichgewichtssinn der das rennen ermöglicht. Wie nicht anders als bei anderen Romanen des Horrorgenres fließt reichlich Blut, es gibt eine menge Action gewürzt mit einer Portion Hoffnungslosigkeit, die mitunter beim Leser spürbar wird. Zuguterletzt lassen sich zwischen den Zeilen einige kritische Zwischentöne zur militärischen und politischen Haltung der US Regierung erkennen, was sich nur wenige Endzeitromanautoren erlaubt haben.
Der Roman ist durchaus spannend und gut erzählt, so das erst gar keine Langeweile aufkommt, obwohl das Thema „Zombies“ relativ abgegriffen ist. Kurzum ist Infektion ein lesenswerter, solider Endzeitroman der die Stunden wie im Fluge vergehen lässt. Wiederum möchte ich aber darauf hinweisen, das der Roman nichts für schwache Nerven ist.
"Komm wir essen Mutti."

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