Das Kupferne Zeichen von Katia Fox


Das Kupferne Zeichen von Katia Fox

Beitragvon Aericura » 3. Jun 2010, 18:53

So, hier mal wieder eine Leseanregung oder Entscheidungshilfe beim Buchkauf. Ich habe das Buch gestern zu Ende gelesen und möchte euch nun hier ein wenig darüber erzählen.

Zur Handlung: Ellenweore (meist Ellen genannt) hat nur einen Traum: eines Tages Schmiedin zu werden. Für eine Frau ist das im zwölften Jahrhundert jedoch nahezu unmöglich. Nachdem sie ihre Mutter beim Ehebruch mit einem Adligen erwischt, muss sie um ihr Leben fürchten und flieht als Junge verkleidet aus dem kleinen Städtchen. Als Alan findet sie eine Lehrstelle bei einem Schwerschmied. Dieser nimmt sie mit in die Normandie, wo sie die angehenden Ritter Guillaume und Thibault kennen lernt. Thibault verliebt sich bei ihrer ersten Begegnung in sie, doch da er sie für einen Jungen hält, quält ihn dieses Gefühl und wandelt sich in Hass. Als er erfährt, dass Ellen in Wirklichkeit ein Mädchen ist, ergreift ihn Besessenheit von dem Gedanken, Ellen gehöre ihm.
Sie lässt erneut alles hinter sich und flieht. Auf ihrer Reise lernt sie Menschen kennen, die sie als Frau schätzen lernen und sie findet eine Anstellung als Schmiedin. Sie schmiedet ein Schwert, das bald in aller Munde ist. Dieses Schwert trägt ihr Zeichen - "Das kupferne Zeichen", das wir schon im Titel finden. Auf einem Turnier trifft sie erneut auf Guillaume, verliebt sich in ihn, doch sie muss erneut fliehen.
Sie reist zurück nach England und kann sich dort endlich als Schmiedin einen Namen machen.
Es passiert noch mehr, aber das Ende möchte ich euch hier nicht verraten. ;)

Meine Meinung: Insgesamt nichts Neues: eine verbotene Liebe, ein dunkles Geheimnis, eine Frau, die ihren Traum verwirklicht, und jede Menge skandale, höfische Intrigen und eifersüchtige Männer. Die Idee ist insgesamt jedoch gut umgesetzt und ansprechend geschrieben, aber nichts Herausragendes.

Fazit: Wenn man es liest, wird man nicht enttäuscht, aber wenn man es nicht liest, hat man auch nichts verpasst.
„... dieses weiße Papier, das kein Ende nehmen will, brennt einem die Augen aus und darum schreibt man.“
(Franz Kafka, Brief an Milena Jesenská vom 31. Mai 1920)
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