Ich musste sie kaputt machen von Stephan Habort


Ich musste sie kaputt machen von Stephan Habort

Beitragvon Lost Empathy » 12. Mai 2012, 13:52

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Titel: Ich musste sie Kaputt machen
Autor: Stephan Habort
VÖ: Februar 2004
Einband: Gebundene Ausgabe
Verlag: Droste
Genre: Geschichte/Kriminalität


Der Autor
Stephan Harbort ist einer der renommiertesten Kriminalisten Deutschlands. Er wurde 1964 in Düsseldorf geboren, wo er heute noch mit seiner Familie lebt.
Der Kriminalhauptkommissar und Diplom-Verwaltungswirt war Lehrbeauftragter an der FH Düsseldorf, Dozent am Polizeifortbildungsinstitut Neuss und entwickelte international angewandte Fahndungsmethoden zur Überführung von Serienmördern. Er ist zudem Fachberater bei Kino-Filmen, TV-Dokumentationen und Krimi-Serien. Stephan Harbort wurde durch seine zahlreichen TV-Auftritte bei Fernsehgrößen wie Frank Elstner, Günther Jauch oder Johannes B. Kerner einem breiten Publikum bekannt. Seine zahlreichen Bücher (aktuell: "100 Prozent tot". Das Phantom vom Grunewald) sind kriminalistische Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Von 1997 bis 2010 führte Stephan Harbort Interviews mit 71 verurteilten Serienmördern in Justizvollzugsanstalten…

Kurzinhalt:
Der Name Joachim Georg Kroll steht für das düsterste Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach seiner Festnahme im Juli 1976 stellte sich nach und nach heraus, wer der Kriminalpolizei ins Netz gegangen war. Der „Triebtäter“ Kroll gestand eine Vielzahl von Morden, die er in mehr als zwei Jahrzehnten am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet begangen hatte. Die Opfer: Kinder, Frauen, Männer. Eine ganze Nation stand unter Schock. Die Gräueltaten des unscheinbaren Waschkauenwärters überforderten den Verstand, das Gefühl und die Sprache. Die Presse brandmarkte ihn als „Kannibale vom Rhein“. Stephan Harbort beschreibt und analysiert dieses Kriminaldrama, dessen Hintergründe bisher nebulös geblieben sind. Er wirft einen vertiefenden Blick auf Entstehung und Entwicklung der Ereignisse und klärt darüber auf, wie sich der „nette Nachbar“ zu einem der erbarmungslosesten und grausamsten Serienmörder Deutschlands aufschwingen und wie es ihm gelingen konnte, der Polizei immer wieder zu entkommen. Zudem erörtert der Kriminalhauptkommissar, ob in vergleichbaren Fällen eine tatsächlich lebenslang vollstreckte Freiheitsstrafe angemessen erscheint.

Wenn man sich für Serienmörder interessiert, gerät man des öfteren an schlecht recherchierten oder vor billiger Meinungsmache strotzenden Literatur. Gute Bücher in diesem Genre sind spärlich gesäht. Ein Ausnahmeschriftsteller in diesem Genre ist Stephan Habort. Im Buch „Ich musste sie kaputt machen“ erzählt der Autor die, wie ein Roman geschriebene und gut recherchierte Lebensgeschichte des grenzdebilen Serienmörders Joachim Kroll. Die Beschreibung der schrecklichen Taten Krolls treibt selbst abgebrühten Lesern einen Schauer über den Rücken, obwohl diese nicht in allen Einzelheiten erzählt werden. Das lesen der Kapitel der Vernehmung Krolls, worin auch Originalauszüge zum Zuge kommen, sorgt zudem für weitere seltsame Erkenntnisse, die nur schwer aus dem Kopf zu bekommen sind. Am Schluss dieses authentischen Werkes geht der Autor noch auf das gerechte Strafmaß für Menschen a la Kroll ein. Dieses Buch will Täter wie Kroll generell nicht verteufeln, aber auch nichts verschönigen. Ich möchte dieses Buch dem geneigten Leser nur empfehlen, auch wenn es wirklich nichts für „Sanftnaturen“ ist. Das Buch „Ich musste sie kaputt machen“ wird in jedem Fall noch längere Zeit in den Köpfen der Leser herumspuken und zum Nachdenken anregen.
"Komm wir essen Mutti."

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