Spezialisierung???

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Spezialisierung???

Beitragvon TiberiusVII » 21. Sep 2010, 15:57

Hallo liebe Mitautoren/-innen,

ich habe einfach mal eine rein theoretische Frage:

Sollte man sich als Autor auf ein bestimmtes Genre spezialisieren??? Oder kann man von allem etwas schreiben, ohne das dem Leser was komisch vorkommt???

Ich stelle mir nämlich gerade Stephen King als Autor für Liebesromane vor... Würde sicher bei dem Publikum nicht so gut ankommen, wenn ein Horrorautor auf einmal in diesem Genre schreiben würde, oder???

LG
Euer Tiberius
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Aericura » 21. Sep 2010, 16:04

Stimmt, die meisten Autoren bleiben in "ihrem" Genre - aber wenn man aus Leidenschaft und nicht aus Gewinnsucht schreibt, dann schreibt man nicht das, was die Leser von einem erwarten, oder was sich am besten verkauft, sondern das, was man am liebsten mag.
Du kannst also durchaus erst einen richtig blutigen Thriller schreiben, dann eine Fantasy-Liebes-Schnulze und anschließend einen Erotikroman. Was soll daran falsch sein? Du solltest dich dabei aber in den genres bewegen, in denen du dich "zu Hause" fühlst.
Wenn du mit Krimis nichts anfangen kannst, aber trotzdem einen schreibst, wird das Ergebnis wahrscheinlich qualitativ schlechter sein, als wenn du etwas schreibst, das dir mehr behagt. Und wenn dann die Formulierungen nicht passen und die Handlung in sich nicht schlüssig ist, wird es dem Leser natürlich komisch vorkommen.
Also schreib einfach, was dir Spaß macht und wenn du Fantasy (oder was auch immer) am liebsten schreibst, dann kommt die Spezialisierung von ganz allein.
„... dieses weiße Papier, das kein Ende nehmen will, brennt einem die Augen aus und darum schreibt man.“
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Sofian » 21. Sep 2010, 16:09

Wenn man als Autor einmal einen festen Namen hat, dann wird es schwer, sich auf ein anderes Genre zu stürzen. Nehmen wir mal Markus Heitz, den dürften viele kennen. Er ist ein Fantasyautor, schreibt von high Fantasy bis Dark Fantasy einiges. Einen phantastisch angehauchten Horrorroman würde man ihm noch abnehmen, aber eine Liebesschnulze ala Jane Austen? Never.

Was ich damit sagen will: Als Autor wird man auf ein Genre /eine Genregruppe definiert. Wenn man etwas völlig abweichendes macht, aber einen bekannten Namen in der Branche hat, sollte man es unter einen Pseudonym machen.
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Aericura » 21. Sep 2010, 17:03

Eine festen Namen hat man aber nicht schon nach der ersten Veröffentlichung. Das wäre ja zu schön! XD
Und solange man eben jenen festen Namen noch nicht hat, kann man auch ruhig noch ein wenig durch die Genres toben. Wie gesagt: Wenn man das gefunden hat, was einem am besten gefällt, kommt die Spezialisierung von ganz allein.
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon TaraAnn » 21. Sep 2010, 18:10

Hmmm, ich denke man sollte einfach schreiben wonach einem ist. Schreibt nicht jeder eigentlich über Dinge, die ihm liegen und die ihn interessieren? Ich glaube auch, dass die Spezialisierung von ganz allein kommt. Ich persönlich käme jedenfalls nicht ernsthaft auf die Idee plötzlich einen politischen Thriller oder einen Krimi zu schreiben. Ich glaube, ich könnte mir noch so viel Mühe geben, aber am Ende wäre der Agent immer ein Werwolf oder der Mörder ein Vampir. ;)

Natürlich möchte man, dass das was man schreibt gekauft wird, und dass dem Leser gefällt was man macht, aber ich denke ehrlich, dass es das Wichtigste ist, dass man bei dem was man schreibt mit dem Herzen dabei ist.
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Aericura » 21. Sep 2010, 19:14

Ich überlege grade, wo ich es gelesen habe... Ich glaube das war in einem Lehrheft der CGA... Oder doch nicht? Egal!
Jedenfalls war dort ein Beispieltext, in dem ein Autor, den die meisten, glaube ich, kennen, dessen Namen ich aber (natürlich) vergessen habe, beschreibt, wie der perfekte Leser für seine Werke ist.

Die Idee finde ich lustig! Also überleg dir doch mal, wie der ideale Leser deiner Werke so drauf ist und wenn du unbedingt für jemand anderen schreiben willst, dann schreib für diesen idealen Leser.

Passt nur bedingt zum Thema, aber nach Taras Kommentar ist mir das so eingefallen... Und ich mach mich jetzt auf die Suche nach dem Ort, wo ich das gefunden hab! ;)
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon SandraG » 21. Sep 2010, 20:55

Na ja, wenn man Angst hat, dass man als bekannter Fantasyautor keine Liebesgeschichten schreiben kann, weil man da nicht ernstgenommen wird, dann schreibt man doch einfach unter einem anderen Pseudonym, oder?

LG Sandra
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Aericura » 21. Sep 2010, 21:05

Oder man schreibt viele Fantasy-Liebsgeschichten und hat in jedem nächsten Buch immer ein bisschen weniger Fantasy und ein bisschen mehr Kitsch... und irgendwann findet man sich dann im Buchladen direkt neben Rosamunde Pilcher wieder. :totlach:

Sorry, ich sollte aufhören, Youtube zu schauen, wenn ich im Stübchen schreiben will. :hauruck:
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon Sofian » 21. Sep 2010, 23:02

Ja, so ein Pseudonym scheint da immer die beste Lösung. So verliert man auf der einen Seite nicht die Stammleser aus der Fantasyecke, kann sich aber auch in anderen Genres austoben.
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Re: Spezialisierung???

Beitragvon gundula » 23. Sep 2010, 19:20

oder aber jemand schreibt nur lyrik, für den ist geschichten zu schreiben dann sehr schwer. ausser sie schreibt einen.

"neidisch" hab ich eure pläne zum gemeinschaftsprojekt verfolgt....

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