Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

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Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon TiberiusVII » 8. Feb 2011, 21:15

Hallo ihr Lieben,

ist es euch auch schonmal aufgefalle, dass man scheinbar, sobald man in einer festen Beziehung ist, die Fähigkeit zu verlieren scheint, lyrisch zu sein??? Ist zumindest bei mir so :bekloppt: :bekloppt: :bekloppt:

Bin seit heute wieder Single und schon sind mir auf dem Heimweg Sachen eingefallen, die mir sonst nicht annähernd in den Sinn gekommen wären und sehr klischeehaft sind... Oder liegt das nur daran, dass ich mich kurz nach der Trennung befinde???

Danke schonmal für eure Antworten
Euer Tiberius
"...Wenn du die Welt ändern willst, fang bei dir an!!!..." frei nach M. J. (K. o. P.)
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon Aericura » 8. Feb 2011, 21:21

Also ich habe das an mir bisher nicht beobachtet... Deit ich mit Schatzi zusammen bin, bin ich nicht prosaisher geworden... *Schultern zuck*

Wa sist mit dir, gundula? Du bist doch unsere Spezialistin für Lyrik! ;)
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(Franz Kafka, Brief an Milena Jesenská vom 31. Mai 1920)
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon Aylen » 9. Feb 2011, 14:31

Oje, schade! Aber Kopf hoch!

Also ich muss Tine zustimmen, zudem bin ich schon recht lange in Festen händen und kann deshalb nicht wirklich mitreden...
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon Sofian » 9. Feb 2011, 14:53

Es ist nun einmal so, das ein Großteil der Gedichte entweder Liebe und/oder Trauer behandelt, die beide sehr oft Zusammenhängend sein können. Achja, Hoffnung ist auch ein beliebtes Thema in dieser Richtung der Lyrik.

Trauer und Liebe empfindet man wohl am meisten in der Phase des Abschieds, sei es nach dem Tode oder dem Verlassen eines geliebten Menschen. Hoffnung eher in der "Frisch- verliebt" Phase. Und Glück. Daher vermute ich mal, das man in diesen beiden Phasen am empfänglichsten ist für Poesie. In einer festen Beziehung kann es oft schnell zu Routine werden, was dann natürlich nicht so lyrisch ist.

Als Single würde ich mal sagen, liegt man irgendwo zwischen Lyrik und Routine. ;)


LG Sofian :D
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon gundula » 9. Feb 2011, 21:45

hej,

es gibt zeiten, wo ich mich total wohl fühle, und einfach nichts in worte fassen kann. und es gibt auch das gegenteil, dunkle zeiten ohne worte.

wenn es passt, dann schreibe ich über eine "wolke am blauen himmel", wie sie mich berührt, oder eine gelse, die mich stechen möchte.

von wegen fester beziehung und lyrik. ich hab erst in einer jahrzentelangen ehe begonnen, lyrik bzw überhaupt zu schreiben.

allerdings geht es in meinen texten fast immer um meine gefühle. liegt wohl daran, dass ich ein absoluter gefühlsmensch bin und demzufolge in allem, was ich erlebe, ganz stark das fühlen mitschwingt.

auch nachdem ich erst im lauf meiner schreibstübchenzeit angefangen hab, auch geschichten zu schreiben, denke ich nur in lyrik. ich kann viel leichter mit sehr wenig worten sehr viel ausdrücken, als etwas ausführlich beschreiben. es ist absolut mein metier.

soweit mein leben mit lyrik.

und dir, tiberius, mit jedem wort, das du schreibst, egal wie, schreibst du dir etwas von der seele. liebeskummer kenne wir alle. ist halt grad besch... für dich. aber es wird wieder.

lg
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon Aylen » 10. Feb 2011, 09:08

Wow, das hast du sehr schön beschrieben und ausgedrückt, Gundula!
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Re: Frage: Zusammenhang Lyrik/Poesie - Lebensverhältnis

Beitragvon gundula » 10. Feb 2011, 15:10

danke für deine blumen, tine :)

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