Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

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Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Aericura » 28. Jul 2010, 21:53

Gerade bei Freenet habe ich eine SEHR groteske Geschichte gelesen/gesten (war ein Video dabei):

Angeblich soll iene Katze einen Hundewelpen geboren haben. Die Pfoten und Ohren sollen eindeutig nach Katze aussehen, aber wer weiß...

Hier der Bericht

Was denkt ihr über diese Geschichte?
„... dieses weiße Papier, das kein Ende nehmen will, brennt einem die Augen aus und darum schreibt man.“
(Franz Kafka, Brief an Milena Jesenská vom 31. Mai 1920)
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon SandraG » 28. Jul 2010, 22:11

Sehr suspekt!! Bin mal auf die wissenschaftliche Untersuchung des angeblichen Hundewelpen gespannt!!!!

LG Sandra
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Aericura » 28. Jul 2010, 23:01

Ich auch! X)
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Sofian » 29. Jul 2010, 00:23

Es ist rein biologisch absolut unmöglich, dass eine Katze einen Hundewelpen gebärt. Die beiden Genome der Arten sind so verschieden, dass keine Chromosomenpaare zustande kämen bei einer möglichen Befruchtung einer Katzeneizelle durch ein Spermium des Hundes. Folglich können bestimmte Allele nicht richtig abgelesen werden, so nicht korrekt in eine mRNA übersetzt werden und ohne eine korrekte mRNA kann die tRNA die Proteine nicht korrekt nachbilden. Ohne korrekte Proteine funktioniert innerhalb einer Zelle allerdings nichts, denn Proteine werden sowohl für strukturelle Aufgaben, also beispielsweise den Aufbau der Zellmembran und der Organellen (Strukturproteine), als auch für spezifische Aufgaben im Stoffwechsel der Zelle gebraucht (Enzyme). Ohne korrekte Funktionsweisen der Enzyme also (wenn zum Beispiel durch einen Fehler in der mRNA durch die tRNA ein falscher Code abgelesen und eine falsche Aminosäure da hinein gebaut wird und dies mehrfach passiert oder durch die Fehlbildung der Stoppcodons die Kette zu früh oder zu spät abgebaut wird, und dadurch das katalytische Zentrum des Enzyms verformt wird) können sich Zellen nicht spezialisieren, das heißt, es entstehen keine Augen, keine Leber, keine Lunge, einfach nur ein Riesenhaufen Zellen, wenn sich die Zelle überhaupt teilen kann.

Es gäbe die theoretische Möglichkeit einer künstlichen Erzeugung eines solchen Mischlings, aber diese Möglichkeit ist in einem georgischen Dorf so wahrscheinlich wie die Existenz eines Star Gates...

Ich sage einfach, da will wer mit dieser Story über die Presse an Aufmerksamkeit und Geld kommen, z.b. in dem er sich für Interviews entlohnen lässt.

LG Sofian :D
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Lantaris » 29. Jul 2010, 04:47

Bin gestern im Internet auch irgendwo auf diese sehr kuriose Meldung gestossen und muss sagen: Glauben tue ich das nicht, das ist doch ganz bestimmt ein Scherz. Aber wissen kann man das nicht, gab es nicht auch mal einen schwangeren Mann?
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Sofian » 29. Jul 2010, 08:01

Lantaris hat geschrieben:Aber wissen kann man das nicht, gab es nicht auch mal einen schwangeren Mann?


War eigentlich eine Frau, die sich vor Jahren hatte umoperieren lassen. Nur die Gebärmutter hatten sie nicht entfernt. So könnte "er" das Kind nach künstlicher Befruchtung an Stelle seiner Frau, die irgendein gesundheitliches Problem hatte, austragen. Geburt per Kaiserschnitt.

Der andere Fall war eigentlich keine Schwangerschaft, sondern ein "siamesischer" Zwilling. Irgendwann noch im Bauch der Mutter ist das eine Kind um das andere herum gewachsen. Nach der Geburt hat man das nicht bemerkt, weil das andere Kind nicht sehr weit entwickelt war. Und irgendwann hat man es dann entdeckt.

Das sind die beiden Fälle von männlicher "Schwangerschaft", die bekannt sind.

Du siehst, es gibt für alles eine wissenschaftliche Erklärung. ;)

LG Sofian :D
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Aericura » 29. Jul 2010, 08:33

Komm mir nicht so mit Bio, Sofian! Die Naturwissenschaftlichen Erinnerungen an die Schule hab ich VERBRANNT!!! :knueppel:
Aber wenn du schon damit anfängst, könnten wir ja auch mal so vermuten: Bei den ganzen Infos über Genetik, die auch in meinem entsorgten Biohefter gestanden haben müssten, kan nicht ein einziges Mal das Wort "Mutation" vor. Klar, das muss dann ein ziemlich heftiger Fall von Mutation sein, aber angeblich lassen sich ja an dem vermeintlichen Hund noch Anzeichen von "Katzenhaftigkeit" finden. Und es gibt genug Dinge, die eine Mutation begünstigen.
Aber letzten Endes stehe ich dem neutral gegenüber. Es kann ein Fake sein, oder auch wahr. Ich will wissen, was denn die echten Wissenschaftler dazu sagen (Sorry, Sofian ;)). Und bis dahin lasse ich mir alle Möglichkeiten offen. *ich Feigling* :totlach:
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Sofian » 29. Jul 2010, 11:36

Keine Panik, Genetik ist mein Steckenpferd, Aericura. Da geht mein Wissensstand weit über die Schulbiologie hinaus. ;)

Und derartige Mutationen sind im Prinzip nur durch menschliches Eingreifen möglich. Wie gesagt: In San Diego, in Frankfurt, in London, New York... da vielleicht. In einem georgischen Kaff? Never. Keine technischen Möglichkeiten.

[Edit]Außer wir haben Frankensteins... ääh... ist ja Georgien... Frankenschowilitscht Labor gefunden.[/edit]
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Aericura » 29. Jul 2010, 11:59

Hast du etwa nicht davon gehört? Kam doch lang und breit in den Nachrichten! :luegen: :totlach:
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Re: Eine Katze bringt einen Hund zur Welt?

Beitragvon Sofian » 29. Jul 2010, 12:19

Was? Verdammt, mein Labor wurde entdeckt! :bigboss:
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