14. Frühstück mit Folgen

Die Mehrteiler-Story KOMPLIZIERTE LIEBE von Nailra

14. Frühstück mit Folgen

Beitragvon Nailra » 1. Jan 2011, 21:49

Tut mir leid, ein etwas kurzer Teil ^^

14. Frühstück mit Folgen

„Wo geht du hin?“ Vinc kam aus seinem Zimmer und lehnte sich gegenüber der Eingangstür an die Wand. Ich stand im Gang und zog mir meinen schwarzen Mantel an.
„Ich geh‘ mit Kai frühstücken. Er bringt mich dann direkt zur Arbeit.“ Im Augenwinkel sah ich, wie sich sein Blick kurz veränderte. Als ich mich aber zu ihm umwandte, konnte ich nichts seltsames erkennen.
„Macht es dir etwas aus?“, fragte ich ihn.
„Du kannst machen was du willst. Ich bin ja nicht dein Vater.“, antwortete er kalt, drehte sich um und verschwand im Bad. Ich starrte ihm ungläubig nach.
Er ist einfach schlecht gelaunt, versuchte ich mich zu beruhigen. Die Türklingel riss mich aus meinen Gedanken. Ein Lächeln breitete sich über mein Gesicht aus. Ich öffnete die Tür und dort stand mein Kavalier. Der gutaussehende Kai. Er hatte rabenschwarze, kurze Haare und graue Augen. Ein Traum schlechthin.
„7.28 Uhr. Ich hab’s ja gesagt.“ Er grinste mich breit an.„ Können wir gleich gehen? Ich habe einen Mordshunger.“ Ich verdrehte die Augen.
„Wann hast du schon nicht hunger?“
„He, ich mache den ganzen Tag Sport! Ich brauche die Kalorien.“ Ich lachte, das im Treppenhaus wiederhallte. Vor dem Haus stand sein weisser Porsche.
„Ah, Vinc hat ihn wieder hingekriegt?“
„Ja, zum Glück. Vinc ist der Weltbeste Mechaniker, dass musst du wissen.“
Er öffnete mir die Tür und ich sass ein. Ich schlug mir fast den Kopf an, das Auto war ziemlich tief.
Kai lief hinten rum um das Auto und als er überdurchschnittlich lange hatte, schaute ich in den Rückspiegel um zu schauen, wo er blieb. Er stand hinter dem Auto und unterhielt sich mit jemanden, den ich nicht erkannte, weil Kai die Person verdeckte. Die Unterhaltung schien nicht sehr freundlich von statten zu gehen. Als ich bereits aussteigen wollte um zu fragen, was denn los sei, fuchtelte Kai mit den Händen, wandte sich ab und stieg ein. Jetzt konnte ich genau sehen mit wem Kai gesprochen hatte: Es war Vinc, der das Gesicht vor Wut verzerrt hatte.
„Was hat er denn?“, fragte ich Kai, der den Motor anliess und davon raste.
„Er hat mir gesagt, dass du nicht zu spät zur Arbeit kommen sollst.“ Ich erschrak, als ich die Wut in Kais Stimme hörte. Kai atmete laut aus und entspannte sich.
„Tut mir leid, Cora. Also ich kenne da ein gutes Café, dass herrlichen Kaffee macht. Den musst du einfach probieren!“
„Gut, also lass uns dorthin gehen.“

Ich schlürfte an meinem Cappuccino, währendem Kai herzhaft in sein Croissant biss.
„Bleiren ischt aschn aschloscht!“, sagte Kai mit vollem Mund. Ich lachte laut und eine alte Frau lächelte mich vom Tresen an.
„Was?!“
„Brian ist ein Arschloch. Dem sollte mal jemand in Erinnerung rufen, dass er ein Problem mit mir hat, wenn er noch einmal so mit dir umgeht. Und das meine ich ernst.“
Es war ganz seltsam. Mit Kai konnte ich über alles reden. Ich hatte ihm sämtliche Dinge seit meiner Geburt erzählt und er mir auch. So erfuhr ich die genauere Geschichte vom Tod von Vinc Eltern.
Sie waren am Abend nach einem Theater nach Hause gefahren. Sie waren nur wenige Strassen von ihrem Haus entfernt als ein anderes Auto in sie fuhr. Der Mann war stark alkoholisiert gewesen und war mit dem Leben davon gekommen. Vinc Eltern dagegen starben noch am Unfallort. Deswegen rührte Vinc nie einen Tropfen Alkohol an. Ich erfuhr auch, dass Ann adoptiert worden ist und leicht behindert war. Deshalb konnte sie Geheimnisse nicht für sich behalten. Doch nicht nur von Vinc erfuhr ich Sachen, auch über Kai. Er war ein talentierter Hockeyspieler, hatte eine Schwäche für schnelle Autos und hatte einen älteren Bruder der in Paris lebt.
Als sein Handy klingelte, starrte er erschrocken auf das Display.
„Shit! Dass ist mein Trainer! Es ist schon 9.50h! Seit einer halben Stunde sollte ich im Training sein!“
Er nahm ab und ich hörte, wie ein wütende Stimme Kai anschrie. Der wiederum antwortete immer nur mit ‚ja‘ oder ‚mhm‘. Als er auflegte, blies er Luft aus.
„Wir sollten gehen.“ Ich stimmte ihm zu und er fuhr mich zur Werkstatt.
Als das Auto hielt schnallte ich mich ab und er sagte:„Schade, dass die Zeit so schnell verging. Es war wirklich schön.“
„Ja, es war sehr schön. Du hast bestanden.“, ich zwinkerte ihm zu.
Er lachte und erwiderte:„ Wir gehen Freitag UND Samstagabend essen!“
„Ich schreib dir noch. Bis dann.“ Ich wandte mich zur Tür.
„Cora?“ Ich drehte mich um und schon trafen sich unsere Lippen. Wir küssten uns lange und innig bis ich fast keine Luft mehr bekam. Er hielt meinen Kopf sanft in seinen Händen.
„Ich sollte gehen…“, flüsterte ich.
„Ich weiss…“ Statt mich gehen zu lassen, küsste er mich nochmals. Ich konnte nicht wiederstehe. Sein Handy klingelte wieder. Wir schauten uns einige Sekunden in die Augen, dann stieg ich aus und er brauste davon. Ich schloss die Augen und atmete ein paar Mal tief durch. Schmetterlinge flatterten in meinem Bauch und meine Knie drohten nachzugeben. Ich öffnete die Augen und einige Meter vor mir stand Vinc. In seinem Gesicht stand alles geschrieben: er hatte uns gesehen. Er starrte mich einfach nur fassungslos an. Als ich einen Schritt auf ihn zu machen wollte, drehte er sich um und ging zur Werkstatt.
„Vinc, bitte! Warte!“ Ich lief ihm nach. Ich hörte, wie er von innen die Tür der Werkstatt abschloss.
Gedämpft hörte ich ihn durch die Tür sagen:„ Ich geb‘ heute frei. Mach was du willst, aber verschwinde einfach.“
Das wahre und sichtbare Glück des Lebens
liegt nicht ausser uns, sondern in uns.

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Re: 14. Frühstück mit Folgen

Beitragvon Aericura » 4. Jan 2011, 11:41

:haeh:

Ich nehm Vinc! Cora hat ja jetzt Kai! :huepf:

Es erscheint mir seltsam, dass Cora Kai so schnell so sehr vertraut, dass sie ihm ihre ganze Lebensgechichte erzählt.

Ausdrucksmäßig klingt dieser Teil ein wenig unbeholfen. Da ist noch ein wenig Nachbearbeitung vonnöten.

Und jetzt:Schreib weiter!!! :knueppel:
„... dieses weiße Papier, das kein Ende nehmen will, brennt einem die Augen aus und darum schreibt man.“
(Franz Kafka, Brief an Milena Jesenská vom 31. Mai 1920)
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Re: 14. Frühstück mit Folgen

Beitragvon Nailra » 4. Jan 2011, 17:37

Aloa Aericura!

VIELEN DANK, DASS DU AUCH DIESEN TEIL GELESEN HAST!!

Das musste Mal gesagt werden :grinsen:

Es erscheint mir seltsam, dass Cora Kai so schnell so sehr vertraut, dass sie ihm ihre ganze Lebensgechichte erzählt.


Ehrlich gesagt weiss ich das auch nicht :auweia:

Ausdrucksmäßig klingt dieser Teil ein wenig unbeholfen. Da ist noch ein wenig Nachbearbeitung vonnöten

Da geb ich dir Recht... es ist eine Katastrophe :shock:

Es wird sowas von DER OBERHAMMER ^^ hahahaha meine Ideen... ich könnte mich küssen dafür ( :o )
Da kannst du dich auf etwas gefasst machen :supi:
Das wahre und sichtbare Glück des Lebens
liegt nicht ausser uns, sondern in uns.

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Re: 14. Frühstück mit Folgen

Beitragvon Aericura » 4. Jan 2011, 18:47

Jetzt machstu mich neugierig! :grinsen:

Los, schreib! :knueppel:
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